Kindererziehung ist wie ein Yoga-Kurs. Alle machen was die anderen machen, und man versucht nicht zu lachen wenn einer pupst!

Gerade ist mir, mal wieder, aufgefallen wie lange ich schon nicht mehr gebloggt habe. Wissen Sie was? Erst dachte ich, oh je, was sollen die Leser hier nur denken. Dann dachte ich, nö, das ist mein Blog und da kann ich mal ganz egoistisch machen was ich möchte. Als Mama gibt man ja sowieso immer alles, wirklich alles her was man hat. Dabei versucht man dann bloß nicht so sehr aufzufallen unter all den anderen Müttertieren. Schön alles machen was die anderen machen und wie im Yoga-Kurs bloß nicht pupen. Waren Sie schon mal in einem Yoga-Kurs? Klar, alle die Yoga machen sind total happy, und fühlen sich danach super gut. Jedoch spricht keiner darüber wie verdammt anstrengend das ist. Ich mein, schaut euch mal die Übungen an und dann möchte man ja auch jede Übung perfekt ausführen unter den strengen Argusaugen der Mittrainirenden. Und wer jetzt sagt, dass er dabei nur auf sich selbst achtet, Glückwunsch für das tolle Selbstbewusstsein! Am Ende läuft der Kurs nämlich wirklich so ab, dass jeder auf jeden schielt, während man seinen Körper dehnt bis zum Sankt Nimmerleinstag und betet das der Hinterausgang dicht hält während man sein Gesäß zum Himmel reckt. Und ganz genauso ist es so oft bei der Kindererziehung zu sehen. Man möchte sich für Beobachter verbiegen und seine Kinder genauso „gut“ erziehen wie die anderen auch. Aber für was oder für wen machen wir das eigentlich? Für wen verbiegen wir uns? Bleibt dann nicht so viel auf der Strecke dabei? Wie die eigene Integrität als Mutter, als Frau, als Mensch? Was ist mit den Kindern? Wie wären meine Kids heute, wenn ich immer auf andere Mütter und deren Erziehung schielen würde? Sicher hab ich nie alles richtig gemacht, aber wer ist schon perfekt? Muss man wirklich jede Übung perfekt ausführen? Oder kommt die Perfektion erst mit den Jahren der Übung? Egal wie, zweifeln Sie nicht an sich, holen Sie für sich das Beste aus sich heraus. Schielen Sie nicht zu sehr zu ihrer Nachbarin, ob sie es richtig macht. Denn jeder versucht unauffällig zu bleiben auch wenn er mal vor allen Kursteilnehmern pupst.

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